Sattelfreude PUR! Sattelservice u. -verkauf Pferdeosteopathie u. APM nach Penzel am Pferd 53359 Rheinbach (0 22 55) 3 01 99 48
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Wichtige Sattelinfos

 

Was ist die Aufgabe eines Sattels?

 

Die primäre Aufgabe eines Sattels ist es, das Gewicht des Reiters korrekt auf dem Pferderücken zu verteilen. Nur so ist es dem Pferd möglich, den Reiter beschwerdefrei zu tragen und die verlangten Lektionen überhaupt auszuführen. 

 

Welche Anforderungen werden an einen Sattel gestellt?

 

Der Sattel muß zu Pferd und Reiter passen. Er soll es dem Reiter ermöglichen, gut zu sitzen. "Gut" bedeutet, daß die Hilfen, die das Pferd zum Ausführen der Lektionen benötigt, fein und wohldosiert weitergegeben werden. Der Sattel soll so konzipiert sein, daß dem Reiter ein ausbalancierter Sitz möglich ist.

 

Welche Kriterien werden an die Sattelpaßform gestellt?

 

Wichtig sind/ist

  • Kissen, die gleichmäßig auf dem Pferderücken aufliegen, dh, ohne Brückenbildung.
  • eine Kissenfüllung, die eine weiche und homogene Konsistenz hat.
  • genügend Widerristfreiheit nach oben und – ganz wichtig! - auch seitlich.
  • daß der Kissenabstand (= Wirbelsäulenfreiheit) auf ganzer Länge des Sattels breit genug ist.
  • daß der Sattel nicht zu lang ist.

Und last not least: der Sattel zum Pferd UND zum Reiter paßt.

 

 

Was passiert, wenn

 

  • der Sattel eine Brücke bildet?

 

Dann tragen die Kissen nur im vorderen und hinteren Bereich, die Mitte liegt frei. Für das Pferd bedeutet dies einen starken partiellen Druck hinter der Schulter und dort, wo der Sattel endet. Eine korrekte Verteilung des Reitergewichtes kann nicht stattfinden.

 

  • die Kissenfüllung nicht weich und homogen ist?

 

Viele der modernen Sättel haben Kissen mit einem Inlay zum Pferderücken hin. Dieses Inlay verhindert, daß Knoten oder Knubbel vom falschen Polstern dem Pferd Beschwerden machen können.  Bei Sätteln, die dieses Inlay nicht haben, muß derjenige, der den Sattel polstert, extrem aufpassen, daß er knotenfrei polstert. Knoten in der Sattelfüllung können Druck verursachen. 

 

  • nicht genügend Widerristfreiheit da ist?

 

Der Abstand zwischen Kammer und Widerrist nach oben hin sollte (mit Reiter im Sattel) ca. 2 -3 Finger hoch betragen. Ist dieser Abstand geringer, liegt der Sattel im schlechtesten Fall auf dem Widerrist und verursacht dort Druck. Es kann jedoch auch sein, daß bei weniger Widerristfreiheit der Sattel Druck verursacht, sobald das Pferd den Kopf herunternimmt. Der seitliche Abstand von 2 Fingern wird für die latterale Biegung benötigt. Nur so hat die Wirbelsäule genügend Platz in der Wendung.

 

  • die Kissen zu eng aneinanderstehen, dh, der "Kissenkanal" zu eng ist?

 

Vor allen Dingen in Wendungen und Seitengängen muß der Kissenkanal breit genug sein, damit die die Wirbelkörper beim Ausführen der Lektionen keinen unangenehmen Druck durch die Sattelkissen bekommen. Nur mit einem ausreichend breiten Kissenkanal ist das Pferd in der Lage, sich korrekt zu biegen. 

 

  • der Sattel zu lang ist?

 

Die Länge des Sattels sollte nicht über den 18. Brustwirbel hinausgehen, weil die Wirbelsäule des Pferdes ab dem 18. Brustwirbel das Reitergewicht auf Dauer nicht schadensfrei tragen kann. 

 

  • der Sattel nicht zum Reiter paßt?

Wichtig sind natürlich alle die vorher aufgezählten Kriterien. ABER: Wenn der Reiter aufgrund eines „Längenproblems“ einen Sattel kauft, der für das Pferd kurz genug, für ihn aber von der Sitzfläche her zu klein ist, dann entsteht folgendes Problem: Der Reiter muß, um irgendwie in den Sattel zu passen, sich weit hinten auf dem Sattelkranz positionieren. Dadurch kommt unverhältnismäßig starker Druck auf die Kissenenden, die dann dem Pferd schmerzhaft in den Rücken drücken können. Die Sattellänge als solches mag dann zwar stimmen, die Probleme für das Pferd sind aber dennoch groß. Mal abgesehen davon, daß der Reiter eigentlich gar nicht vernünftig sitzen kann und das Pferd vermutlich in der Bewegung stören wird. Von einem korrekten Reiten sind wir damit weit entfernt.

 

Die Bedeutung des richtigen Zubehörs

Ohne vernünftiges dh passendes Zubehör kann der beste Sattel nicht funktionieren. Besonderes Augenmerk sollte auf Sattelunterlage und Gurt gerichtet werden.

 

Wichtig für die gute Lage des Sattels ist eine anatomisch geformte, stabile Satteldecke. Oft sieht man wunderschöne, bunte Satteldecken unter den Sätteln, die sich aber  - leider leider – auf den Widerrist des Pferdes herunterziehen. Durch solch unpassende Unterlagen kann Druck auf der Wirbelsäule des Pferdes entstehen. Im Klartext: es ist (Sattel)Druck entstanden, an dem gar nicht der Sattel, sondern die Decke Schuld ist. Stabil sollte die Decke sein, damit sie keine Eigendynamik entwickelt und den Sattel ins Rutschen bringt. Oft genug gesehen. Die besten Erfahrungen haben wir mit den Sattelunterlagen der Firmen St-eb und Equitex sowie den Lammfelldecken der Firma Christ gemacht.

 

Auch auf den Sattelgurt muß besonderes Augenmerk gerichtet werden:

  • Der Sattelgurt muß lang genug sein. Bei einem zu kurzen Gurt liegen die Schnallen zu nah am Ellenbogen des Pferdes. Die Schnallen scheuern am Ellenbogen, wenn das Pferd sich bewegt.
     
  • Viele Pferde benötigen einen sogenannten „Mondgurt“. Wenn das „Bäuchlein“ zu prominent ist, drückt der Bauch den Gurt nach vorne. Dadurch kann auch der Sattel vorrutschen. Ein „Mondgurt“ verhindert oft dieses Rutschen.

 

 

Warum regelmäßige Sattelkontrollen?

Jeder Pferdebesitzer weiß, daß der Hufschmied ca. alle 6 – 8 Wochen kommen sollte. Auch Wurmkuren und Impfungen werden regelmäßig gegeben. Stiefmütterlich wird jedoch oft der Sattel behandelt. Das wichtige Bindeglied "Sattel" zwischen Pferd und Reiter benötigt zumindest einmal jährlich eine Kontrolle.

 

Wurde der Sattel auf ein junges Pferd, das sich im Wachstum befindet bzw. dessen Training intensiviert wird, angepaßt oder auf ein älteres, in der Muskulatur geschädigtes Pferd, so kommt man mit einer jährlichen Sattelkontrolle nicht hin. Bei jungen Pferden gibt es solche, die ich für mich selber „Formwandler“ nenne. Eine Araberstute, die ich seit nunmehr 5 Jahren betreue, benötigte in der Anfangszeit fast alle 2 Monate eine Sattelanpassung. Als die Stute 6 Jahre alt war, wurde ein neuer Sattel gekauft; bis die Dame ca. 8 Jahre alt war, wandelte dieses Pferd alle paar Monate ihre Figur. So extrem habe ich selten ein Pferd erlebt; aber dann sind Besitzer und Sattler gefragt, zeitnah zu reagieren.

 

Bekommt ein muskulatur-geschädigtes Pferd einen neuen Sattel, muß auch unbedingt auf eine regelmäßige Anpassung geachtet werden. Der Sattel sollte nicht auf den Ist-Zustand (dh auf den geschädigten Zustand) angepaßt werden, sondern – möglichst mit einer dickeren Sattelunterlage (z.B. Lammfell) – so, daß die Muskulatur wachsen kann. Ein Wachstum der Muskulatur kann nur mit einem sogenannten „Puffer“ stattfinden, dh, einer dickeren Decke, die einen Muskelzuwachs zuläßt. In einem solchen Fall sollten Kontrollen in einem Abstand von 3 – 6 Monaten stattfinden.

 

Ganz penibel muß ein schwerer Reiter bei einem muskel-geschädigten Pferd auf die regelmäßigen Kontrollen (und natürlich auf zum Sattel passendes Equipment) achten: Wird der Zeitpunkt einer Kontrolle verpaßt, so daß eine Zeit lang mit einem nicht mehr optimal passenden Sattel geritten wird, kann innerhalb kürzester Frist die Arbeit (sprich: Muskelaufbau) von langer Zeit wieder völlig zunichte gemacht werden.

 

In solchen Fällen wird ein hoher Anspruch an die Aufmerksamkeit des Reiters/Besitzers gestellt: Er muß sein Pferd und den Sattel ständig im Auge behalten und dem Sattler schnellstmöglich Bescheid geben, wenn eine Kontrolle stattfinden muß.    

 

 

Bitte bedenken Sie: Der Sattel ist ein elementarer Teil der Ausrüstung und muss deshalb regelmäßig auf seine Passform überpüft werden. Ein Pferd verändert sich je nach Alter und Trainingszustand mehr oder weniger intensiv. Diese Veränderung ist ein kontinuierlicher Prozess der nicht nur durch das Training bzw. die Reitweise und den Reiter selbst, sondern auch durch weitere Faktoren wie

  • Haltung
  • Ernährung
  • Hufbearbeitung
  • Krankheit/Therapie

beinflußt wird. 

 

 

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